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Im
Jahr 1996 erteilten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, initiiert
und finanziert durch die Theo-Wormland-Stiftung (Dr. Hartwig Garnerus),
den Künstlern Alexander Timtschenko und Jakub Moravek den Auftrag,
den Neubau der Pinakothek der Moderne in München mit einem Fotoprojekt
künstlerisch zu begleiten.
Beginnend
mit dem Jahr 1997 wurden hierzu ca. 30 architektonische Standorte innerhalb
des Gebäudes markiert, von denen aus in den folgenden Jahren mit
zeitlichen Abständen von jew. 2 Wochen - 2 Monaten (bedingt durch
die Baufortschritte) immer wieder die exakt gleichen Bildausschnitte im
Raum fotografiert wurden. Die Fotografien zeigen neben markanten Veränderungen
des Bauzustandes auch Arbeiter und Handwerker während ihrer Tätigkeit,
später Mitarbeiter der Pinakothek während der Einrichtung der
Museumsräume bis hin zu Besuchern während und nach der Eröffnung
des Gebäudes. Aus den 30 Standorten wurden auf der Basis kompositorischer
und inhaltlicher Überlegungen zunächst sechs Räume für
die Großfotos ausgewählt. Jedes dieser Großfotos besteht
aus drei bis acht digital verschmolzenen Einzelfotos, die gleichsam Erscheinungsbilder
aus den verschiedenen Jahren des jeweiligen Raumes sind.
Die
Fotografien erscheinen auf den ersten Blick konventionell, erinnern an
dokumentarische Architekturaufnahmen, enthalten aber, vergleichbar mit
einer digitalen Langzeitbelichtung, Elemente aus verschiedensten Phasen
der Bauzeit der Pinakothek der Moderne.
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